Aluminium fräsen lassen: CNC-Frästeile aus Aluminium

Das Fräsen von Aluminium ist ein zentrales Fertigungsverfahren, wenn präzise Bauteile, enge Toleranzen und reproduzierbare Qualität gefordert sind. Durch CNC gesteuerte Fräsprozesse lassen sich sowohl einfache Aluminiumfrästeile als auch komplexe Geometrien mit Taschen, Konturen und Funktionsflächen wirtschaftlich herstellen. Das Verfahren wird in vielen technischen Anwendungen eingesetzt, etwa im Maschinenbau, im Werkzeugbau oder in der Automatisierungstechnik.

Bei der Aluminiumbearbeitung durch Fräsen kommt es nicht nur auf die Maschinenleistung an, sondern auch auf das Zusammenspiel aus Werkstoffauswahl, Werkzeuggeometrie und Prozessführung. Aluminium unterscheidet sich deutlich von Stahl oder Guss, etwa durch seine geringere Härte, die hohe Wärmeleitfähigkeit und die Neigung zur Aufbauschneide. Diese Eigenschaften beeinflussen Schnittdaten, Spanabfuhr und Oberflächenqualität und müssen bei der Fertigung gezielt berücksichtigt werden.

Degler bietet das CNC Alu fräsen für unterschiedliche Bauteilarten an. Dazu zählen Aluminiumfrästeile nach Zeichnung, bearbeitete Platten sowie komplexe Bauteile aus Block, Guss oder Profil. Die Fertigung erfolgt auf CNC-Fräsmaschinen mit definierten Arbeitsbereichen und ergänzenden Bearbeitungsschritten wie Tieflochbohren und Entgraten. Ziel ist es, Bauteile passgenau nach technischen Vorgaben umzusetzen und eine belastbare Grundlage für nachfolgende Montage oder Weiterverarbeitung zu schaffen.

CNC Alu fräsen bei Degler: unser Leistungsumfang

Wir decken ein breites Spektrum an Bearbeitungsaufgaben ab. Der Leistungsumfang reicht von einfachen Frästeilen bis hin zu komplexen Aluminiumbauteilen mit mehreren Bearbeitungsseiten. Grundlage ist stets eine technische Zeichnung oder ein belastbares CAD-Modell, das Geometrie, Toleranzen und Oberflächenanforderungen eindeutig definiert.

Aluminiumfrästeile nach Zeichnung, Einzelteile und Serien

Aluminiumfrästeile werden bei Degler nach Kundenvorgabe gefertigt, sowohl als Einzelteil für Prototypen und Sonderlösungen als auch in kleinen und mittleren Serien. Typische Bearbeitungen sind Konturfräsen, Taschen, Bohrungen, Gewinde sowie Funktionsflächen mit definierten Ebenheiten oder Parallelitäten. Durch CNC gesteuerte Prozesse lassen sich diese Merkmale reproduzierbar umsetzen, was insbesondere bei Serienteilen relevant ist.

Die Fertigung orientiert sich an den vorgegebenen Zeichnungsangaben. Wenn keine individuellen Toleranzen definiert sind, können allgemein anerkannte Normen wie ISO 2768 als Grundlage dienen. So entsteht eine klare Abstimmung zwischen Konstruktion und Fertigung, ohne unnötige Rückfragen oder Interpretationsspielräume.

Plattenbearbeitung, Aluplatte fräsen lassen und Planbearbeitung

Ein Schwerpunkt liegt auf der Bearbeitung von Aluminiumplatten. Wenn Sie eine Aluplatte fräsen lassen möchten, übernimmt Degler sowohl den Zuschnitt aus Halbzeugen als auch die anschließende CNC-Bearbeitung. Dazu gehören Planfräsen auf Endmaß, das Erzeugen definierter Ebenheiten sowie das Einbringen von Bohrbildern, Passungen und Aussparungen.

Plattenbearbeitung wird häufig für Montageplatten, Grundplatten, Aufspannplatten oder Formrahmen eingesetzt. Die Kombination aus großformatigen Maschinen und angepasster Spanntechnik ermöglicht es, auch größere Abmessungen präzise zu bearbeiten und eine gleichmäßige Oberflächenqualität zu erreichen.

Komplexe Bauteile aus Block, Guss und Profil, Konturen und Taschen

Neben der Plattenbearbeitung fertigt Degler auch komplexe Aluminiumbauteile aus Blockmaterial, Gussplatten oder Profilen. Solche Bauteile weisen häufig mehrdimensionale Konturen, tiefe Taschen oder Funktionsflächen auf, die in mehreren Aufspannungen bearbeitet werden. Ergänzend kann CNC-Tieflochbohren eingesetzt werden, wenn lange, präzise Bohrungen gefordert sind.

Die Auswahl des Ausgangsmaterials richtet sich nach den technischen Anforderungen des Bauteils. Gussplatten oder spezielle Spannungsarmplatten kommen zum Einsatz, wenn Formstabilität und Maßhaltigkeit über größere Flächen im Vordergrund stehen. Blockmaterial oder Profile werden gewählt, wenn konstruktive Freiheit oder hohe mechanische Belastbarkeit gefragt sind.

Materialien und Halbzeuge

Die Auswahl des geeigneten Aluminiumwerkstoffs ist ein zentraler Faktor für die spätere Funktion, Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität von Frästeilen aus Aluminium. Je nach Einsatzbereich unterscheiden sich die Anforderungen deutlich, etwa hinsichtlich Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit, Verzugssicherheit oder Eignung für nachfolgende Oberflächenbehandlungen. Entsprechend erfolgt die Werkstoffwahl immer anwendungsbezogen und in Abstimmung mit der technischen Zeichnung.

Für die CNC-Bearbeitung kommen bei Degler verschiedene gängige Aluminiumlegierungen zum Einsatz. Dazu zählen unter anderem Konstruktionslegierungen wie EN AW 6082, hochfeste Legierungen wie EN AW 7075 sowie korrosionsbeständige Varianten wie EN AW 5083. Diese Werkstoffe unterscheiden sich unter anderem in ihrer Zerspanbarkeit, ihrer mechanischen Belastbarkeit und ihrem Verhalten bei großflächiger Bearbeitung. Welche Legierung geeignet ist, hängt daher nicht allein von der Bearbeitbarkeit ab, sondern vom gesamten Anforderungsprofil des Bauteils.

Typische Kriterien für die Materialauswahl sind:

  • mechanische Anforderungen wie Festigkeit und Steifigkeit
  • Maßhaltigkeit und Verzugssicherheit bei großflächigen Bauteilen
  • Korrosionsverhalten im späteren Einsatzumfeld
  • Anforderungen an Oberfläche oder optionale Nachbehandlung
  • wirtschaftliche Aspekte wie Verfügbarkeit und Materialeinsatz

Durch die Kombination aus unterschiedlichen Halbzeugen und abgestimmten Fräsprozessen lassen sich sowohl einfache als auch anspruchsvolle Aluminiumfrästeile zielgerichtet umsetzen. Die Materialentscheidung bildet dabei die Grundlage für einen stabilen und reproduzierbaren Fertigungsprozess.

Unser Prozess von der Anfrage bis zum Fertigteil

Eine saubere technische Abstimmung ist entscheidend, um Frästeile aus Aluminium wirtschaftlich und mit der geforderten Qualität herzustellen. Grundlage sind vollständige und eindeutige Informationen zu Geometrie, Toleranzen, Oberflächenanforderungen und Stückzahlen. Je klarer diese Angaben sind, desto verlässlicher lassen sich Fertigungsweg, Termin und Qualität planen.

Der Ablauf lässt sich typischerweise in mehrere Schritte gliedern:

  1. Anfrage und technische Klärung
    Auf Basis von Zeichnungen oder CAD-Daten werden Bauteilgeometrie, Abmessungen und Funktionsflächen geprüft. Wichtige Punkte sind Maßtoleranzen, Ebenheiten, Parallelitäten sowie Angaben zu Oberflächen oder optionalen Nachbehandlungen. Wenn keine Einzelangaben vorliegen, können Allgemeintoleranzen nach gängigen Normen zugrunde gelegt werden.
  2. Fertigungsplanung und Materialfestlegung
    Im nächsten Schritt werden geeignete Aluminiumlegierungen und Halbzeuge ausgewählt. Dabei fließen Anforderungen an Festigkeit, Formstabilität und Korrosionsverhalten ebenso ein wie wirtschaftliche Aspekte. Parallel dazu wird der Bearbeitungsablauf festgelegt, etwa Anzahl der Aufspannungen und notwendige Zusatzprozesse.
  3. CNC-Bearbeitung und ergänzende Arbeitsschritte
    Die eigentliche Aluminiumbearbeitung durch Fräsen umfasst Konturen, Taschen, Bohrungen und Gewinde. Je nach Bauteil können ergänzende Verfahren wie CNC-Tieflochbohren oder definierte Planbearbeitung erforderlich sein. Während der Bearbeitung spielt die Spanbildung eine wichtige Rolle, da Aluminium zur Aufbauschneide neigt. Eine angepasste Werkzeuggeometrie und sichere Spanabfuhr tragen dazu bei, Oberflächenqualität und Maßhaltigkeit zu sichern.
  4. Entgraten, Kontrolle und Freigabe
    Nach dem Fräsen werden scharfe Kanten entfernt und das Bauteil geprüft. Abhängig von den Anforderungen erfolgt eine Maßkontrolle einzelner Merkmale oder eine umfassendere Prüfung mittels 3D Messtechnik. Erst danach wird das Bauteil für Lieferung oder optionale Weiterverarbeitung freigegeben.

Durch diesen strukturierten Ablauf wird eine reproduzierbare Fertigung gewährleistet, die den technischen Anforderungen entspricht. Der Fokus liegt dabei auf Transparenz im Prozess und einer klaren Abstimmung zwischen Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung.

Noch Fragen?

Maschinenpark und Bauteilgrößen bei Degler

Zum Einsatz kommen unter anderem Portalbearbeitungszentren und CNC-Fräsmaschinen mit großem Arbeitsraum, wodurch auch großformatige Aluminiumfrästeile umgesetzt werden können. Ergänzend stehen spezielle Plattenbearbeitungsmaschinen mit Vakuumtisch zur Verfügung, die insbesondere bei dünneren oder großflächigen Aluminiumplatten Vorteile in der Aufspannung bieten.

Je nach Bauteilgeometrie und Bearbeitungsanforderung können mehrere Achsen und unterschiedliche Spannkonzepte genutzt werden. Für Anwendungen, bei denen lange, präzise Bohrungen erforderlich sind, wird CNC-Tieflochbohren eingesetzt. Damit lassen sich Bohrdurchmesser im einstelligen bis mittleren zweistelligen Millimeterbereich auch über größere Längen realisieren.

Die Kombination aus unterschiedlichen Maschinenkonzepten erlaubt es, sowohl Einzelteile als auch Serien wirtschaftlich zu fertigen und dabei Bauteilabmessungen und Gewichte flexibel abzubilden. Konkrete maximale Abmessungen und Machbarkeiten werden dabei projektbezogen geprüft und abgestimmt.

Qualitätssicherung und Messtechnik

Degler arbeitet mit einem Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2015. Ziel ist es, Fertigungsabläufe, Prüfschritte und Dokumentation so zu strukturieren, dass Bauteile reproduzierbar den vereinbarten technischen Vorgaben entsprechen. Prüfanforderungen ergeben sich dabei aus Zeichnungen, Spezifikationen und gegebenenfalls ergänzenden Kundenabsprachen.

Zur Überprüfung von Maßen und Geometrien kommen unterschiedliche Messverfahren zum Einsatz. Je nach Bauteilgröße, Toleranzanforderung und Prüfmerkmal werden taktile 3D Messsysteme, optische Messverfahren oder mobile Messarme genutzt. Dadurch lassen sich sowohl einzelne Funktionsmaße als auch komplexe Geometrien erfassen. Die Auswahl der Messtechnik orientiert sich am konkreten Bauteil und dem erforderlichen Detaillierungsgrad der Prüfung.

Durch die Kombination aus definierten Prüfprozessen und geeigneter Messtechnik wird sichergestellt, dass alle Frästeile vor der Auslieferung überprüft werden und Abweichungen frühzeitig und zuverlässig erkannt werden können.

Anwendungen und Branchen

Aluminiumfrästeile werden in vielen technischen Bereichen eingesetzt, in denen geringes Gewicht, gute Bearbeitbarkeit und präzise Geometrien gefragt sind. Durch das CNC-Fräsen lassen sich Bauteile sowohl für Einzelanwendungen als auch für wiederkehrende Serienfertigung herstellen. Die konkreten Anforderungen unterscheiden sich je nach Branche, etwa hinsichtlich Toleranzen, Bauteilgrößen oder Oberflächen.

Typische Einsatzbereiche sind unter anderem:

  • Maschinenbau und Sondermaschinenbau, etwa für Grundplatten, Montageplatten, Funktionsbauteile oder Gehäuseteile, bei denen Maßhaltigkeit und reproduzierbare Qualität im Vordergrund stehen
  • Anlagenbau, beispielsweise für Trägerplatten, Adapter oder konstruktive Bauteile, die in komplexe Gesamtsysteme integriert werden
  • Werkzeug und Formenbau, unter anderem für Formrahmen, Aufspannplatten oder vorbereitende Bauteile, bei denen Ebenheit und Formstabilität entscheidend sind
  • Montageautomation, etwa für Vorrichtungen, Halterungen und Strukturbauteile, die präzise gefertigt und gut montierbar sein müssen
  • Werkinstandsetzung und Ersatzteilfertigung, wenn bestehende Bauteile nach Zeichnung oder Muster nachgefertigt werden sollen

Entscheidend ist stets die Abstimmung zwischen Bauteilgeometrie, Materialwahl und Bearbeitungsstrategie, um die Anforderungen der jeweiligen Anwendung zuverlässig zu erfüllen.

So erhalten Sie ein belastbares Angebot

Damit ein Angebot für Aluminiumfrästeile fachlich korrekt und wirtschaftlich erstellt werden kann, sind vollständige und eindeutige Informationen sehr hilfreich. Je präziser die Anforderungen definiert sind, desto verlässlicher lassen sich Machbarkeit, Preis und Liefertermin bewerten.

Für eine Angebotsanfrage sind in der Regel folgende Angaben relevant:

  • technische Zeichnungen oder CAD-Daten mit klaren Maßangaben
  • Informationen zu Toleranzen, Ebenheiten und Funktionsflächen
  • gewünschte Aluminiumlegierung oder Hinweise zur Anwendung
  • Stückzahlen sowie Hinweise zu Einzelteil oder Serienfertigung
  • Angaben zu optionalen Leistungen wie Oberflächen oder Prüfumfang

Ergänzend können Informationen zum geplanten Einsatzbereich oder zu besonderen Anforderungen hilfreich sein, etwa bei großformatigen Bauteilen oder engen Toleranzen.

Interesse geweckt?

FAQ: Häufige Fragen zum Fräsen von Aluminium

Welche Aluminium Frästeile können gefertigt werden?

Gefertigt werden unter anderem Platten, Grund und Montageplatten, Formrahmen sowie komplexe Bauteile aus Block, Guss oder Profil nach Zeichnung.

Erforderlich sind in der Regel Zeichnungen oder CAD-Daten, Angaben zu Toleranzen, Material, Stückzahl sowie optionalen Oberflächen oder Prüfanforderungen.

Ja, neben Serien werden auch Einzelteile und Prototypen aus Aluminium CNC gefräst.

Typische Werkstoffe sind unter anderem EN AW 5083, EN AW 6082 und EN AW 7075 sowie verschiedene Guss und Spezialplatten, abhängig von der Anwendung.

Ja, je nach Geometrie und Werkstoff können auch großformatige Aluminiumfrästeile bearbeitet werden. Die Machbarkeit wird projektbezogen geprüft.

Oberflächen wie Eloxieren, Hartcoat, Lackieren oder Pulverbeschichten können optional ergänzt werden und werden gesondert abgestimmt.

Die Fertigung erfolgt auf Basis definierter Prozesse und Prüfungen im Rahmen eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001.

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