C45 Stahl / 1.0503 und 1.1730: Datenblatt, Eigenschaften und Bearbeitung

C45 ist ein unlegierter Vergütungsstahl für Bauteile, bei denen eine ausgewogene Kombination aus Festigkeit, Zähigkeit und guter Bearbeitbarkeit gefragt ist. Der Werkstoff wird unter der Werkstoffnummer 1.0503 geführt und kommt vor allem im Maschinenbau, Anlagenbau, Fahrzeugbau sowie für mechanisch beanspruchte Konstruktionsteile zum Einsatz. Der chemisch eng verwandte 1.1730 wird dagegen als C45U den unlegierten Werkzeugstählen zugeordnet.

Bei Degler bearbeiten wir C45, 1.1730 und weitere Stahlsorten nach Zeichnung: vom Zuschnitt über Fräsen, Bohren und Tieflochbohren bis zum Schleifen und zur vollständigen mechanischen Bearbeitung.

Kenndaten zu C45 / 1.0503 und 1.1730

Merkmal C45 / 1.0503 C45U / C45W / 1.1730
Werkstoffnummer
1.0503
1.1730
Werkstoffbezeichnung
C45
C45U
Werkstoffgruppe
unlegierter Vergütungsstahl
unlegierter Werkzeugstahl
Kohlenstoffgehalt
ca. 0,45 %
ca. 0,45 %
Lieferzustand
abhängig von Produkt und Anwendung, z. B. geglüht, normalisiert oder vergütet
üblicherweise weichgeglüht
Härte weichgeglüht
max. ca. 207 HB
max. ca. 207 HB; typischer Anlieferungswert rund 190 HB
typische Verwendung
Maschinen-, Fahrzeug- und Anlagenbau
Formen-, Werkzeug- und Vorrichtungsbau
besondere Eigenschaft
vergütbar und gut randschichthärtbar
gut zerspanbarer Schalenhärter

Chemische Zusammensetzung von C45 Stahl / 1.0503 und 1.1730

Element C45 / 1.0503 [%] C45U / C45W / 1.1730 [%]
C – Kohlenstoff
0,42–0,50
0,42–0,50
Si – Silicium
max. 0,40
0,15–0,40
Mn – Mangan
0,50–0,80
0,60–0,80
P – Phosphor
max. 0,045
max. 0,030
S – Schwefel
max. 0,045
max. 0,030
Cr – Chrom
max. 0,40
–
Mo – Molybdän
max. 0,10
–
Ni – Nickel
max. 0,40
–
Die chemische Nähe erklärt, warum C45 / 1.0503 und C45U / 1.1730 teilweise gemeinsam betrachtet werden. Identisch sind die Werkstoffe jedoch nicht. Insbesondere die engeren Grenzwerte für Phosphor und Schwefel sowie die Einordnung als Werkzeugstahl unterscheiden 1.1730 von klassischem C45. Die konkrete Analyse kann zudem je nach Norm, Hersteller und Lieferspezifikation innerhalb der zulässigen Grenzen variieren.

Typische Verwendungsmöglichkeiten

  • Maschinenteile und Konstruktionsteile
  • Wellen, Achsen und Bolzen
  • Zahnräder, Naben und Getriebebauteile
  • Rollen und andere mechanisch beanspruchte Bauteile
  • Grundplatten & Maschinenplatten
  • Vorrichtungsplatten & Aufspannplatten
  • Werkzeugplatten und Werkzeugaufbauten
  • Formrahmen und Aufbauteile für Kunststoffwerkzeuge
  • ungehärtete Bauteile im Formen- und Werkzeugbau
  • Führungs- und Verschleißbauteile
  • Zeichnungsteile für den Maschinen- und Anlagenbau

Die konkrete Werkstoffwahl hängt dabei von Belastung, Bauteilgeometrie, Lieferzustand und geplanter Wärmebehandlung ab. Insbesondere 1.1730 wird häufig für Formrahmen, Aufbauteile und ungehärtete Komponenten im Formen-, Werkzeug- und Vorrichtungsbau oder für induktiv gehärtete und geschliffene Platten eingesetzt.

C45 Wärmebehandlung: Vergüten, Härten und Randschichthärten

Verfahren C45 / 1.0503 C45U / 1.1730 Hinweis
Weichglühen
ca. 680–710 °C
ca. 680–710 °C
langsame Ofenabkühlung
Normalisieren
ca. 840–880 °C
–
vor allem für C45 relevant
Spannungsarmglühen
je nach Bauteil
ca. 600–650 °C
Spannungsabbau nach Bearbeitung
Härten
ca. 820–860 °C
ca. 800–850 °C
Abschreckmedium abhängig vom Werkstoff und Verfahren
Anlassen / Vergüten
ca. 550–660 °C beim klassischen Vergüten
nach gewünschter Härte bzw. Anlassschaubild
auf die Anwendung abstimmen
Randschichthärten
sehr gut möglich
als Schalenhärter geeignet
z. B. induktives Härten bei C45
Einsatzhärten
nicht die typische Behandlung
nicht die typische Behandlung
Einsatzstähle sind hierfür meist geeigneter
Die genannten Werte sind Richtbereiche. Die konkrete C45 Wärmebehandlung muss immer auf Abmessung, Ausgangszustand, gewünschte Härte, Gefüge und spätere Funktion des Bauteils abgestimmt werden. Für C45 werden unter anderem 680–710 °C zum Weichglühen, 840–880 °C zum Normalisieren, 820–860 °C zum Härten sowie 550–660 °C zum anschließenden Anlassen beim Vergüten angegeben.

Physikalische Eigenschaften

Eigenschaft typischer Richtwert
Dichte
ca. 7,85 kg/dm³
Elastizitätsmodul
ca. 205–210 kN/mm²
spezifische Wärme
ca. 460–480 J/(kg · K)
Wärmeleitfähigkeit bei 20 °C
ca. 45–50 W/(m · K)
Wärmeausdehnungskoeffizient
temperaturabhängig

Anlassschaubild

ZTU-Schaubild

Anlassschaubild von C45 Stahl

Das Anlassschaubild zeigt, wie sich die Härte beziehungsweise die mechanischen Eigenschaften in Abhängigkeit von der Anlasstemperatur verändern. Für die konkrete Auslegung sind Ausgangsgefüge, Bauteilquerschnitt und vorausgehender Härteprozess zu berücksichtigen.

Das ZTU-Schaubild zeigt die Gefügeumwandlungen des Stahls in Abhängigkeit von Temperatur und Zeit beziehungsweise Abkühlgeschwindigkeit und unterstützt damit die Planung einer geeigneten Wärmebehandlung.

Was ist C45 Stahl / 1.0503?

C45 ist ein unlegierter Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt von ungefähr 0,45 %. Die Werkstoffbezeichnung gibt diesen Kohlenstoffgehalt näherungsweise wieder. Unter der Werkstoffnummer 1.0503 gehört C45 zu den klassischen unlegierten Vergütungsstählen. Durch Härten und anschließendes Anlassen lassen sich Festigkeit und Zähigkeit gezielt auf den späteren Einsatzzweck abstimmen.

Der Stahl C45 besitzt damit ein breites Einsatzspektrum im allgemeinen Maschinenbau. Im Vergleich zu einfachen Baustählen ermöglicht sein höherer Kohlenstoffgehalt eine wirksame Wärmebehandlung und höhere erreichbare Härten. Im Vergleich zu legierten Vergütungsstählen ist die Durchhärtbarkeit allerdings begrenzt. Dieser Unterschied wird insbesondere bei größeren Bauteilquerschnitten relevant.

Vom C45 Stahl / 1.0503 zu unterscheiden ist C45U / 1.1730. Beide Werkstoffe weisen eine ähnliche Grundzusammensetzung auf, 1.1730 wird jedoch als unlegierter Werkzeugstahl geführt. Die Bezeichnungen 1.0503 und 1.1730 sollten daher nicht synonym verwendet werden. Welcher Werkstoff besser passt, hängt von der konkreten Anwendung, dem gewünschten Lieferzustand und der geplanten Weiterverarbeitung ab.

Wofür eignen sich C45 / 1.0503 und 1.1730?

C45 / 1.0503 eignet sich besonders für mechanisch beanspruchte Bauteile, bei denen höhere Festigkeit und Verschleißbeständigkeit erforderlich sind, ohne dass zwingend ein höher legierter Stahl eingesetzt werden muss. Typische Einsatzfelder liegen im Maschinenbau, Anlagenbau und Fahrzeugbau.

1.1730 besitzt dagegen einen besonders starken Bezug zum Werkzeug- und Formenbau. Typische Anwendungen sind Formrahmen, Werkzeuggrundplatten, Aufbauteile für Kunststoffwerkzeuge, Vorrichtungsplatten und andere ungehärtete beziehungsweise gezielt oberflächengehärtete Werkzeugbauteile.

Bei Degler bearbeiten wir C45 / 1.0503 und 1.1730 unter anderem zu Platten, Formrahmen, Vorrichtungsbauteilen und weiteren Zeichnungsteilen nach Kundenvorgabe. Beide Werkstoffe gehören zu unserem Werkstoffportfolio für die Plattenbearbeitung. 1.1730 halten wir zudem kurzfristig verfügbar auf Lager, sodass sich auch zeitkritische Projekte flexibel umsetzen lassen.

C45 / 1.0503 und 1.1730 bearbeiten: Unsere Leistungen

Degler verbindet Werkstoffkompetenz mit umfangreichen Möglichkeiten zur mechanischen Bearbeitung. Bei C45 / 1.0503 und C45U / 1.1730 können sowohl die Materialauswahl als auch Zuschnitt, Vorbearbeitung, Wärmebehandlung und Endbearbeitung auf das spätere Bauteil abgestimmt werden.

Passende Leistungen sind unter anderem:

  • Materialzuschnitt und Stahlhalbzeug nach Maß
  • Fräsen von Platten, Formrahmen und Zeichnungsteilen
  • Bohren und Einbringen komplexer Bohrbilder
  • Tieflochbohren
  • Schleifen von Funktions- und Passflächen
  • CNC-Komplettbearbeitung nach Zeichnung
  • Bearbeitung großer und schwerer Stahlbauteile
  • Fertigung von Grund-, Vorrichtungs-, Maschinen- und Werkzeugplatten
  • Herstellung von Formrahmen und Formeinsätzen
  • Herstellung von Führungsleisten und Führungsschienen einschl. Härten
  • Abstimmung der Fertigungsfolge auf geplante Wärmebehandlungen

Degler bearbeitet im Bereich Plattenbearbeitung unter anderem Tischplatten, Montageplatten, Vorrichtungsplatten, Maschinenplatten, Grundplatten, Werkzeugplatten, Formrahmen und Formeinsätze. Zu unserem Leistungsspektrum zählen dabei unter anderem Fräsen, Bohren, Tieflochbohren und Schleifen.

Gerade bei wärmebehandelten Bauteilen ist die Prozessfolge entscheidend. Umfangreiche Zerspanungsarbeiten werden häufig vor dem Härten durchgeführt. Anschließend können Schleif- oder andere Endbearbeitungsschritte notwendig sein, um geforderte Maße, Toleranzen und Oberflächen nach der Wärmebehandlung sicherzustellen.

Noch unsicher?

C45 Wärmebehandlung: Was ist beim Härten zu beachten?

Die Wärmebehandlung ist eine der zentralen Eigenschaften von C45. Als Vergütungsstahl kann 1.0503 zunächst gehärtet und anschließend bei höherer Temperatur angelassen werden. Durch dieses Vergüten lässt sich ein für die jeweilige Anwendung geeigneter Kompromiss aus Festigkeit, Härte und Zähigkeit einstellen.

Welche Ergebnisse erreichbar sind, hängt wesentlich vom Bauteilquerschnitt ab. Für vergüteten C45 bestehen beispielsweise abhängig von der Abmessung Zugfestigkeiten von etwa 630 bis 850 MPa. Mit zunehmendem Querschnitt nimmt die erreichbare Durchhärtung ab, weil C45 keine ausgeprägte Legierung zur Verbesserung der Härtbarkeit besitzt.

Für Konstruktion und Fertigung sollte deshalb nicht allein eine gewünschte Härte vorgegeben werden. Entscheidend sind auch die erforderliche Einhärtetiefe, Kernfestigkeit, Bauteilgeometrie und spätere mechanische Beanspruchung.

C45 randschichthärten: Induktionshärten und Flammhärten

C45 eignet sich sehr gut zum Randschichthärten. Dabei wird nicht der komplette Bauteilquerschnitt auf hohe Härte gebracht, sondern gezielt die Oberfläche beziehungsweise eine definierte Randzone. Der Kern kann dadurch vergleichsweise zäh bleiben, während die Funktionsfläche eine deutlich höhere Verschleißfestigkeit erhält.

Typische Verfahren sind das Induktionshärten und das Flammhärten. Besonders für Wellen, Führungen, Lauf- und Kontaktflächen oder andere verschleißbeanspruchte Bereiche kann diese Kombination sinnvoll sein.

C45 einsatzhärten: Ist der Stahl dafür geeignet?

Beim klassischen Einsatzhärten werden kohlenstoffarme Stähle zunächst an der Oberfläche mit Kohlenstoff angereichert und anschließend gehärtet. Dadurch entsteht eine harte, verschleißfeste Randschicht bei einem kohlenstoffärmeren und vergleichsweise zähen Kern.

Bei C45 ist dieses Vorgehen normalerweise nicht die typische Wahl, weil der Werkstoff mit rund 0,45 % Kohlenstoff bereits genügend Kohlenstoff für eine direkte Härtung besitzt. Wenn lediglich bestimmte Funktionsflächen verschleißfest ausgeführt werden sollen, ist bei C45 daher häufig das Induktions- oder Flammhärten naheliegender.

Soll ausdrücklich ein klassisch einsatzgehärtetes Bauteil mit starkem Härtegradienten zwischen Oberfläche und Kern hergestellt werden, kommen dafür typischerweise Einsatzstähle wie beispielsweise 16MnCr5 infrage. Welche Lösung sinnvoller ist, muss anhand der tatsächlichen Bauteilanforderungen entschieden werden.

Werkstoffalternativen zu C45: C45E / 1.1191 und weitere Stähle

C45 ist ein vielseitiger Vergütungsstahl, aber nicht für jede Anwendung die optimale Lösung. Je nach Anforderungen an Reinheit, Zerspanbarkeit, Durchhärtbarkeit, Korrosionsbeständigkeit oder Werkzeuganwendung können andere Stahlgüten sinnvoller sein.

  • C45E / 1.1191 ist eng mit C45 verwandt. Die E-Güte weist strengere Anforderungen insbesondere an Begleitelemente wie Phosphor und Schwefel auf.
  • C45R / 1.1201 kann interessant sein, wenn eine Variante mit gezielt eingestelltem Schwefelgehalt und damit angepasster Zerspanbarkeit benötigt wird.
  • 42CrMo4 / 1.7225 ist eine typische Alternative bei höheren Anforderungen an Festigkeit und Härtbarkeit. Durch die Legierung mit Chrom und Molybdän lässt sich der Werkstoff insbesondere bei größeren Querschnitten anders wärmebehandeln als unlegierter C45.
  • C45U / 1.1730 ist insbesondere für Aufbauteile, Formrahmen und andere Anwendungen im Werkzeug-, Formen- und Vorrichtungsbau interessant. Aufgrund der anderen Werkstoffklassifizierung sollte 1.1730 jedoch nicht einfach mit 1.0503 gleichgesetzt werden.
  • Rostfreie Stähle sind zu prüfen, wenn Korrosionsbeständigkeit eine zentrale Anforderung darstellt.

Wir führen neben C45 und 1.1730 auch C45E, C45R, 42CrMo4 sowie zahlreiche weitere C-Stähle, Edelbaustähle und Werkzeugstähle in unserem Werkstoffportfolio.

C45 Korrosionsbeständigkeit: Ist der Stahl rostfrei?

C45 ist kein rostfreier Stahl. Die C45 Korrosionsbeständigkeit ist daher deutlich geringer als bei nichtrostenden Chrom- oder Chrom-Nickel-Stählen. Ohne geeigneten Oberflächenschutz kann der Werkstoff bei Feuchtigkeit, Wasser oder anderen korrosiven Medien rosten.

Ob das im konkreten Einsatz problematisch ist, hängt von den Umgebungsbedingungen ab. Bei trockenen und geschützten Maschinenbauteilen kann C45 problemlos eingesetzt werden. Bei höherer Feuchtebelastung oder korrosiven Medien können dagegen Schutzmaßnahmen wie Beschichtungen, Konservierung oder andere Oberflächenbehandlungen erforderlich sein.

Ist eine dauerhafte Korrosionsbeständigkeit eine wesentliche konstruktive Anforderung, sollte geprüft werden, ob ein nichtrostender Stahl die geeignetere Werkstoffwahl darstellt.

C45 / 1.0503 und 1.1730 bei Degler bearbeiten lassen

C45 / 1.0503 ist ein bewährter Vergütungsstahl für mechanisch beanspruchte Maschinenbauteile, Platten, Wellen, Vorrichtungen und zahlreiche weitere Zeichnungsteile. Mit 1.1730 steht zusätzlich ein eng verwandter unlegierter Werkzeugstahl zur Verfügung, der insbesondere bei Formrahmen, Werkzeugaufbauten und Komponenten im Formen- und Vorrichtungsbau interessant ist.

Degler verarbeitet beide Werkstoffe im Rahmen der Platten- und Zeichnungsteilbearbeitung. Unser Leistungsspektrum reicht vom Material und Zuschnitt über Fräsen, Bohren und Tieflochbohren bis zum Schleifen und zur kompletten Bearbeitung nach Kundenvorgabe.

Dabei betrachten wir nicht nur die Werkstoffbezeichnung selbst. Lieferzustand, Bauteilgröße, Toleranzen, gewünschte Härte und geplante Wärmebehandlung müssen ebenso zur späteren Funktion passen wie die eigentliche Zerspanung.

Wenn Sie ein Bauteil aus C45 / 1.0503 oder 1.1730 planen oder eine passende Werkstoffalternative prüfen möchten, unterstützen wir Sie bei Werkstoffauswahl und fertigungsgerechter Umsetzung. So lassen sich Material, Bearbeitungsfolge und spätere Beanspruchung sinnvoll aufeinander abstimmen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu C45 / 1.0503 und 1.1730

Welche Werkstoffnummer hat C45?

Die Werkstoffnummer von C45 lautet 1.0503. Der Werkstoff gehört zu den unlegierten Vergütungsstählen.

C45 / 1.0503 ist ein unlegierter Vergütungsstahl. 1.1730 wird als C45U bezeichnet und gehört zu den unlegierten Werkzeugstählen. Die chemische Zusammensetzung ist ähnlich, die Werkstoffe unterscheiden sich jedoch in Normung, chemischen Grenzwerten und typischen Anwendungen.

C45E / 1.1191 ist eine eng verwandte Variante von C45 mit strengeren Anforderungen insbesondere an unerwünschte Begleitelemente. C45 selbst trägt die Werkstoffnummer 1.0503, C45E dagegen 1.1191.

Stahl C45 wird unter anderem für Wellen, Achsen, Bolzen, Zahnräder, Rollen, Naben, Maschinenbauteile, Grundplatten, Vorrichtungen und weitere mechanisch beanspruchte Zeichnungsteile eingesetzt.

Ja. C45 lässt sich insbesondere im geeigneten weichen beziehungsweise unbehandelten Lieferzustand gut spanend bearbeiten. Typische Verfahren sind Sägen, Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen. Nach einer Härtung steigen die Anforderungen an Werkzeug und Bearbeitungsprozess entsprechend.

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